Teil 1: Vorbemerkungen
1 Vorbemerkungen
1.1 Zielsetzung
Diese Publikation hat zwei Ziele. Sie erzählt die Geschichte der Kepler-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die 1934 gebildet wurde, um die Werke Johannes Keplers zu edieren (Dok. 1, S. 7). Und sie ist ein Pilot: An acht Dokumenten zur Kepler-Kommission, die am 14. März 2024 in München photographiert wurden (Sammlung kepleriana-munich-2024), zeigt sie, wie eine künftige Publikation der Kepler Gesammelten Werke als AI Edition aussehen kann.
Unter einer Edition verstehen wir hier die kritische Herausgabe der Werke, Briefe und Handschriften eines Autors. Die Kepler Gesammelten Werke (KGW) sind eine solche Edition; ihre 22 Bände erschienen von 1937 bis 2017 (KGW 1, S. XII; KGW 22, S. 535 und Impressum). Eine AI Edition nennen wir eine Edition, deren Texte, Faksimiles und Prüfungen als PDAI-Sammlung vorliegen und mit Famulus-Notebooks befragt werden können. PDAI ist das Format, in dem jede Seite einer Quelle als Bild und als Transkription nach einer festen Grammatik (einer DTD) gespeichert ist; eine Transkription ist die diplomatische Wiedergabe des Wortlauts einer Seite, ein Faksimile ihre photographische Wiedergabe.
1.2 Eine Quelle, drei Formen
Die Publikation liegt in drei Formen vor, die aus derselben Quelle entstehen:
- als Aufsatz in deutscher Sprache, gerendert als HTML und als PDF;
- als Faksimile-Edition der acht Münchner Dokumente (Teil 4), in der jede Seite neben ihrer Transkription steht;
- als eigenständige PDAI-Sammlung
kepleriana-munich-2024, die weitere Arbeiten zu Kepler und zur Kepler-Kommission als Quelle nutzen können.
Jede Zahl und jedes Datum im Text trägt einen Beleg: den Band und die Seite der KGW, das Dokument und die Seite der Münchner Kepleriana (zitiert als „Dok. 2, S. 11“, aufgelöst im Anhang) oder die Literatur mit Seite. Wo ein Beleg fehlt, steht eine markierte Lücke. Die Zahlen, die aus den Sammlungen gelesen werden, erzeugt ein Block des Notebooks; sein Ergebnis ist im Text genannt und im Notebook nachzuprüfen.
1.3 Die Münchner Kepleriana
Die acht Dokumente umfassen 102 Photographien (Block unten). Sie enthalten maschinenschriftliche Register der Korrespondenz Walther von Dycks und Max Caspars von 1927 bis 1935, Briefe der Jahre 1928 bis 1941, Photostats von Kepler-Handschriften, Drucke und Abschriften zu Kepler und Reproduktionen zweier Briefe Keplers vom Januar 1630. Abschnitt 3.3 beschreibt sie; Teil 4 ediert sie.
Die Transkription jeder Seite ist die Lesung von gemini-3.8-flash. „Am Faksimile geprüft“ heißt, dass eine Person die Seite am Bild kontrolliert hat; die übrigen Seiten tragen „maschinelle Lesung“. Wörtlich zitiert wird im Text nur, was am Faksimile geprüft ist.
Wie viele Seiten haben die Münchner Kepleriana, und welchen Prüfstand haben ihre Transkriptionen?
Partitur
---
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SELECT CASE coalesce(review, 'machine') WHEN 'verified' THEN 'am Faksimile geprüft' ELSE 'maschinelle Lesung' END AS "Prüfstand",
count(*) AS "Seiten",
count(DISTINCT doc) AS "Dokumente"
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- name: umfang
kind: table
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oracle:
n_sentences: {min: 2}
---
Wie viele Seiten haben die Münchner Kepleriana, und welchen Prüfstand haben
ihre Transkriptionen?2 Sätze.
bestanden1.4 Aufbau
Teil 2 erzählt die Geschichte der Kepler-Kommission: den Weg des Nachlasses von Keplers Tod bis Pulkowo (2.1), die Vorgeschichte der Edition (2.2), den Weg zur Gründung der Kommission (2.3) und die Edition bis zu ihrem letzten Band (2.4). Teil 3 vergleicht die Petersburger Seite dieser Geschichte mit der Euler-Edition (3.1), folgt der Zerstreuung der Handschriften (3.2), beschreibt die Münchner Kepleriana (3.3) und entwirft die Fortsetzung als AI Edition (3.4). Teil 4 ist die Faksimile-Edition.
1.5 Die Autoren und die Arbeitsweise
Die Publikation entsteht in einem Famulus-Notebook, an dem beide Autoren mit gleichen Rechten schreiben; jede Änderung ist mit ihrem Urheber verzeichnet. Die Transkriptionen von Teil 4 werden im Lektor geprüft; eine übernommene Korrektur schreibt die Seite der PDAI-Sammlung neu.